Die erste Panne, die Schwarzmeerküste und unglaublich freundliche Menschen! 

Als wir aufstehen blicken wir auf das Schwarze Meer. Wir frühstücken zum letzten Mal europäisch, Butterbriosche und Vollkornbrot. Unsere Vorräte sind aufgebraucht. Unser Trockenbrot und Pumpernickel sind für kärgere Gegenden eingeplant.

Der Plan für heute: Die halbe Strecke durch die Türkei zurücklegen, Sonntag vormittag wollen wir in Tiflis sein. Die Münchner sind sehr früh aufgestanden und schon auf dem Weg nach Samsun. Wir fahren einen anderen Weg,  immer entlang des Schwarzen Meeres.

Als wir kurz an einem Supermarkt kurz halten fahren zwei uns bekannte Autos an uns vorbei. Die Booze Brothers und Team Hatobar. Was für ein Zufall, mitten in der türkischen Pampa. Zum Glück sind die beiden auch falsch abgebogen. Als sie wenden sehen sie auch uns und wir beschließen die weitere Strecke zusammen zu bleiben. Gesagt, getan nur leider nicht allzu lange. Bessy streikt! Immer wieder ertönt die Öldruckwarnung kurzzeitig. Wir fahren noch ein paar Kilometer bis zur nächsten Werkstatt an der Straße. Während wir versuchen der Ursache auf den Grund zu gehen fahren unsere Begleiter schon mal an den Strand.

In der Werkstatt spricht zwar niemand eine uns bekannte Sprache, mit Händen und Füßen können wir aber das Problem beschreiben. Wir müssen zu einer anderen, größeren Werkstatt. Man empfiehlt uns eine und Team #1 macht sich auf den Weg dorthin. Team #2 trifft sich derweil mit unseren Begleitern am Strand. Wir müssen uns die Zeit leider mit Baden vertreiben. Das Wasser ist warm und klar, schon ein hartes Los.

Team #1 erlebt derzeit die türkische Gastfreundlichkeit. In der Werkstatt spricht der Chef deutsch, das macht vieles einfacher. Da der niedrige Öldruck vermutlich von zu dünnflüssigen Öl bei hohen Temperaturen herrührt, sollte ein Ölwechsel das Problem beheben. Während Philip und Lukas mit dem Chef Tee trinken, ist der Ölwechsel schnell erledigt.

Unsere Begleiter sind derweil schon aufgebrochen, nach Osten. Sie wollen schon mal eine Bleibe für die Nacht finden. Die finden Sie, und was für eine! Wir fahren noch ca. 2 Stunden nach Zonguldac bevor es abenteuerlich wird. Zu dem Campingplatz führt eine 24 km lange Straße. Die prognostizierte Fahrzeit beträgt ca. eine Stunde. Anders als in Osteuropa hat das allerdings nichts mit der Beschaffenheit der Straße zu tun. Vielmehr haben die Türken sich hier die Serpentinen gespart und die Straße quasi geradewegs an den Berg gebaut. Im zweiten Gang beschleunigen unsere Boliden auf ca. 25 kmh, mehr ist nicht drin. Ab und zu fährt man auch mal im ersten Gang, vor allem nach unten. Ungläubig folgen wir einem überladenen LKW, dessen bremsen qualmen, als würden sie schon brennen. Fernab der letzten Ortschaft erreichen wir unser Ziel und werden von unseren Begleitern freudig empfangen. Das Auto läuft wieder.

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