Es wird spannend, wir verlassen Europa 

Südlich von Varna finden wir eine kleine Wiese hinter einem Dorf, die zum Schlafen geeignet scheint. Kurzerhand schlagen wir unser Lager auf und machen uns daran das Bier, das wir nicht über die türkische Grenze bringen dürfen,  zu trinken. Ein Pferd kommt vorbei und begutachtet uns, in der Ferne heulen Hunde und am sternenklaren Himmel sehen wir einige Sternschnuppen.

Am Morgen brechen wir ohne Frühstück auf, das verlangern wir heute an’s Meer. Nach einer halben Stunde erreichen wir den Strand. Über weichen, weißen Sand laufen wir in das 24°C warme schwarze Meer. Wir frühstücken in der Sonne und machen uns auf zur türkischen Grenze. Unser Weg führt uns an den touristischen Hochburgen der bulgarischen Küste entlang. Plattenbauähnliche Bettenburgen wechseln sich mit Wasserrutschenparks ab. Hier musste die schöne Landschaft leider dem Tourismus weichen. Als wir auf die Straße abbiegen, die uns zur Grenze bringt steigt die Nervosität. Werden wir wir über die Grenze kommen? Ca. eine Stunde später sind wir dann schlauer. Alles ganz einfach! Nachdem wir kurz in der Schlange warten erledigen wir den Zoll und erwarten die Zollkontrolle. Die dauert ca. 10 Sekunden. Die Beamten sind freundlich und schicken uns sofort weiter. Als wir den Schlagbaum passieren haben wir es geschafft.

Hinter der Grenze erwarten uns breite, gut ausgebaute Straßen, die uns schnell zur Autobahn nach Istanbul bringen. Die Temperaturen überschreiten erstmals die 30° Marke.

Da wir schnell über die Grenze kamen, planen wir Istanbul heute noch zu passieren, um den Großstadtstau am nächsten Morgen nicht vor uns zu haben. Dass das eine gute Idee ist, merken wir als der Stau ca. 40km vor der Stadt beginnt. Auf einer achtspurigen Autobahn lernen wir die türkischen Verkehrsregeln kennen. Zusammen gefasst: Augen zu und durch, einfach fahren und hoffen, und zwischendurch noch zwei weitere Fahrspuren aufmachen. Nach ca. einer Stunde im Stau sehen wir vor uns ein deutsches Auto mit auffälligem Dachgepäckträger. Wir haben das Team Münchner Kindl wieder eingeholt. Kurzerhand schließen Sie sich uns wieder an.

Tief in der Abenddämmerung überqueren wir den Bosporus. Uns bietet sich ein herrliches Panorama auf Istanbul und sein geselliges Treiben. Als wir die Brücke passieren erreichen wir den asiatischen Kontinent. Wir fahren weiter bis Sile und finden einen kleinen, gemütlichen Campingplatz mit Meerblick. Die touristischen Anlagen wirken verlassen, aber wir finden noch ein geöffnetes Restaurant. Zwar liest sich die Karte wie beim Türken um die Ecke, hier vor Ort schmeckt es aber doch besser. Müde von der langen Tour fallen wir früh ins Bett. Die letzte Nacht war kurz, nach dem langen Tag haben wir ein paar Extrastunden Schlaf nötig.

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