Nach einer Woche in der Wüste, eine warme Dusche am Abend

Am morgen werden wir von einer Kuhherde geweckt. Die Hirten begrüßen uns und sind vermutlich froh etwas Abwechslung in ihrem Alltag zu erleben. Man plauscht ohne ein Wort des Gegenübers zu verstehen, Spaß macht es trotzdem. Einer hat eine Tochter in Bremen. Wir sind wie schon so oft von der Offenherzigkeit der Menschen hier begeistert. Als wir alles zusammen gepackt haben kommen noch zwei Reiter vorbei, die gut sich gut gelaunt über unsere Rally informieren.

Wir starten Richtung kirgisische Grenze. Die Berge zu unserer Rechten werden immer höher.  kurz vor der Grenze werden die Gipfel Schneebedeckt. Hier unten sind es weiterhin über 30°C. Unseren letzten Tenge verwandeln wir in Benzin und mal wieder in ein leckeres kasachisches Essen. Fleisch mit Brühe, Nudeln und Teig. Wie immer. Aber wie immer schmeckt es sehr gut. Durch zunehmenden Verkehr erreichen wir die kirgisische Grenze. Die Zöllner bei der Ausfuhr sind strenger als gewohnt. Wollen diverse Einzelheiten über unser Gepäck wissen. Als wir den Kofferraum öffnen, winken sie jedoch verzweifelt ab, wir dürfen weiter fahren. Die Einreise nach Kirgisistan ist unglaublich einfach, schneller als die einreise beispielsweise nach Rumänien. Auf eine Gepäckkontrolle wird gleich ganz verzichtet. Wir sind im Handumdrehen über die Grenze.

Jenseits der Grenze ändert sich der Straßenverkehr gewaltig. In Kasachstan war so gut wie kein Verkehr. Hier, unmittelbar hinter der Grenze gleicht der Verkehr sich Ostasiatischen Verhältnissen an. Im dichten Gedrängel fahren wir die 60km bis nach Bishkek, der Hauptstadt Kirgisistans. Wir brauchen für dieses kurze Stück ca. 2,5 Stunden, hoffentlich wird das außerhalb des Berufsverkehrs besser. In Bishkek suchen wir uns ein hübsches Hotel. Nach einer Woche Wüste und Steppe ist eine warme Dusche unglaublich belebend. Die Hautfarbe ändert sich gleich in ein deutlich helleres Braun, das Duschwasser färbt sich hingegen schwarz. Der Wüstenstaub und die Abgase der russischen LKW haben eindeutig ihre Spuren hinterlassen. Außerdem nutzen wir die Gelegenheit zum Wäsche waschen, es wird sicher die letzte auf unserer Reise sein.

Gleich gehen wir traditionell kirgisisch essen, bevor wir uns morgen auf den Weg zum Pamir Highway machen. Dem großen Ziel unserer Reise.

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