Ins Gebirge

Heute morgen machen wir uns auf den Weg zu einem Tennisverein in Bischkek. Warum? Dazu später mehr an dieser Stelle. Als kleiner Tip, es hat etwas mit den Straßen im Gebirge zu tun. Ein Vögelchen hat uns gezwitschert, dass die Straßenverhältnisse alles andere als gut sind.

Nachdem wir erfolgreich 40 Tennisbälle erworben haben decken wir uns noch in einem großen Supermarkt mit Verpflegung für die letzte Woche ein. Dann verlassen wir die Stadt wieder Richtung Westen. Wir müssen ein Stück zurück um zum Beginn der M41 zu gelangen, der Straße, die uns bis nach Duschanbe begleiten wird,dem so genannten Pamir Highway. Durch das großstädtische Verkehrsgetümmel  erreichen wir diese berüchtigte Straße und stärken uns noch einmal bevor es in die Höhe geht. Manti und Rührei mit Buchweizen und Hackfleisch stehen auf der Speisekarte.

Es kann losgehen: Die Straße schlängelt sich durch ein atemberaubendes Tal in die Berge. Immer wieder kommen uns neben LKWs  und Autos auch Schaf-,  Kuh- und Pferdeheerden entgegen. Auf der Straße natürlich. Erstmals nimmt die Leistung unserer Boliden spürbar ab, als wir die 2000 Meter Marke passieren. Das haben wir zwar schon in Transilvanien und im Kaukasus getan, da Betrug die Steigung aber nicht dauerhaft 12%. Die Busse und LKWs, die sich hier hoch quälen bewegen sich zum größten Teil mit Schrittgeschwindigkeit, sowohl rauf als auch runter. Am Pass in 2600 Metern angekommen erwartet uns ein ganz besonderes Schmankerl. Ein ca. 3km langer Tunnel, nicht belüftet und schlecht beleuchtet. Da wird auch im Auto die Luft dünn.

Wir verlassen den Tunnel und unser Blick fällt auf ein weites Hochtal. Auf dem Weg ins Tal machen wir kurz Pause und erwerben eine Flasche Stutenmilch, die hier überall am Straßenrand Angeboten wird. Nach dem Öffnen der Flasche ist sofort klar, dass es sich hierbei um eine besondere Spezialität handelt. Die warme, sauer riechende, stark kohlensäurehaltige Milch schmeckt sehr ähnlich zu dem was sowieso schon im Magen ist. Muss gesund sein!

Durch das Hochtal fahren wir immer weiter nach Westen in Richtung Ötmök Pass. Hier sind die Straßen nicht mehr so steil und wir kommen zügig voran. Der Pass liegt hier auf 3186 Metern, das Höhentraining hat begonnen.

Am Abend schlagen wir unser Lager am Toktogul auf, einem idyllischen Bergsee in ungefähr 1000 m Höhe. Unser erstes Höhentraining war also nur von kurzer Dauer. Morgen wollen wir in rund 3000 Meter Höhe übernachten, denn der Grenzpass nach Tadschikistan führt uns gleich auf 4300 Meter über dem Meer.

 

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2 Gedanken zu “Ins Gebirge

  1. Jona 22. September 2017 / 21:13

    Tennisturnier gewonnen? Oder esst ihr die?

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  2. laserkatze 26. September 2017 / 11:50

    Lass dich überraschen, haben wieder Internet.

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