Auf nach Duschanbe

Der lezte Tag auf Achse bricht an. Heute fahren wir bis Duschanbe! Die Straßen sollen auf der Südroute ganz gut sein und die lezten rund 350 km somit gut zu bewältigen. Nach einem ausgiebigen Frühstück starten wir mit fünf Autos zur letzten Etappe. Auf einer ebenen Schotterpiste starten wir gen Westen. Schon nach einigen Kilometern befahren wir ebenen Asphalt. Bemerkenswert ist, dass man sich ab ca. 80 km/h im Geschwindigkeitsrausch wähnt.

Auf dieser, mit europäischen Verhältnissen durchaus vergleichbaren Straße erwischt Martin einen vom Berg herabgefallenen Stein mit dem rechten Vorderrad. Ergebnis: Ein großes Loch im Reifen. Ausgerechnet hier, auf der besten Straße seit rund einer Woche. Der anschließende Boxenstop dauert nur ca. 5 Minuten und das neue Rad ist moniert. Weiter geht es und wir sehen das erste Minenfeld der Reise, einem Überbleibsel des tadschikischen Bürgerkriegs. Kurz darauf verlassen wir die GBAO, die autonome Republik Berg-Badachschan. Die Grenzer am letzten Checkpoint versorgen uns noch mit Äpfeln, die wir am Straßenrad pflücken und wünschen uns eine gute Reise.

Wir erreichen das deutlich dichter besiedelte Flachland Tadschikistans. Hier gibt es große Städte, Felder, Obst- und Gemüseplantagen. Als wir Kulob, die erste größere Stadt erreichen wird uns eines klar.  Tadschikistan ist Opelland. Im Gebirge hatten wir, wenn überhaupt anderer Verkehr zu sehen war auschließlich Geländewagen gesehen. Hier, wo es normalen Individualverkehr gibt fahren zu mindestens 95% Opel Astra auf der Straße. Es ist etwas bizarr. Diese Astra F und G, allesamt minestens 15 Jahre alt währen in Deutschland vermutlich längst dem Rost zum Opfer gefallen. Hier im Trockenen sind sie das Statussymbol des Tadschiken.

Wir liegen gut in der Zeit und kehren mittags noch in ein lokal ein. Der Wirt erklärt uns, es gibt heute nur zwei Gerichte. Huhn und Hammel. Wir bestellen, was es gibt und erleben den Gipfel der Fleisch mit Zwiebelkultur. Es gibt gegrillte Fleischbrocken und dazu rohe Zwiebeln und eine Tasse Tee. Die kulinarische Finesse des Landes hält sich scheinbar schwer in Grenzen. Frisch gestärkt treten wir unsere letzte Etappe an, auf nach Duschanbe.

Dort angekommen treffen wir Stephan von der Rallyorganisation im Caritas Germany Büro. Wir versorgen uns mit Vorräten für den Abend und machen uns auf zur Ziellinie am Edem Resort, ca. 50 km nördlich der Hauptstadt. Erschöpft aber glücklich erreichen wir diese im Dunkeln. Wir haben es geschafft! Nach über 11.000 km haben wir unser Ziel ohne größere Probleme erreicht.

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